Schleusenpost 48 – 20

Hanspeter Dill

Veröffentlicht: 14 Apr, 2021

Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Zugewandte,Es ist sicherlich so, dass meine innerste Überzeugung, die Depression sei die einzig sinnvolle Haltung zu diesem Erdenleben, nicht ganz aus der Luft gegriffen ist; wenn allerdings die Meteorologen in dieser nichts als Nebel anzubieten haben ist es doch wahrscheinlich besser, die innere Haltung nur auf ein großes Plakat zu malen, dieses vor der Tür abzustellen und durch ein leckeres Ofengericht die Endophinproduktion zu schüren und die Wohnstatt zu erwärmen:

Ofenrippchen

150-200g portionierte Rippchen vom Weide- Ziegenlamm salzen und in Olivenöl wenden, bei 200°C ca. 1/2 Stunde in der Saftpfanne im Ofen anrösten lassen. Derweil

200-300 g Kartoffeln schälen, schnitzen und salzen

Etwas Weißwein über die Rippchen sprenkeln, die Kartoffeln hinzufügen und alles noch etwa 1 Stunde bei 150°C im Ofen weiterdünsten.  

Wie auf den Bildern zu sehen ist geht auch eine kleine ofenfeste Form  und Variationen gibt es unendlich viele. Viel Arbeit ist es nicht und viel Geld kostet es auch nicht, aber 1,5 h im Ofen müssen sein (sonst wird die Küche nicht warm). Wenn Sie Rote Beete oder Möhren  und Knoblauch nehmen, brauchen Sie etwas mehr Weißwein, denn diese  saugen sich nicht so voll mit dem leckeren Ziegenfett, wie das die vorwiegend festkochende Kartoffeln oder Pastinaken tun würden und könnten sonst trocken werden – ja ein trockener Weißwein, auch zum Trinken, wäre passend. Natürlich vergesse ich bei dem umfassenden Genuss nicht, dass ich morgen nach Berlin fahren werde: es ist alles vorbereitet, ich weiß also schon, was ich mitbringen werde und werde auch pünktlich das Capriolenhof-Fenster in der Bochumer 11 morgen um 12 öffnen.

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