Heide

Die Heide, also das Biotop, indem die Heide als sichtbare Leitpflanze auftrtt, ist ein Pionierbiotop.

Nach Waldbränden oder sonstigen Naturkatastrophen, wächst in bestimmten Klimazonen und auf schwachen Böden (unter anderen auf Brandenburgs sandigen Böden) nach kürzester Zeit die Besenheide, begleitet zB von Silbergras, Moosen und Flechten.

Wenn in diesem Moment der Mensch mit Beweidung durch Ziegen und Schafe eingreift – und er hat des in lezten 3 tausend Jahren oft getan –  bleibt die Heide niedrig, es siedeln sich keine Bäume an und Insekten und Vögel, die nur in diesem Biotop lenben können, siedeln sich mit an.

Greift der Mensch nicht ein, so verholzt die Heide nach ca 10 Jahren unter den absterbenden Sträuchern können sich wunderbar Kiefern, Pappeln, Eichen und Birken ansiedeln so entwickelt sich wieder Wald aus der Heide.

Im Fall der Tangersdorfer Heide im NSG „kleine Schorfheide“ war die Ursach für die Heide der Waldbrand, immer wieder ausgelöst durch die militärische Nutzung der rund 2 tausend Hektar offener Heidefläche (Stand 1993, nach Abzug der Sovjetarmee).

Seit dem wurde leider wegen Uneinigkeit im Landwirtschaftsministerium, ob der Forst oder dem Naturschutz der Vorrang gegeben werden soll, 1000 ha Heide an den Wald verloren. Die restliche Fläche wird zum großen Teil von  Heidschnucken  in Pferchhaltung  durch die  LPG Beenz bei Lychen  gepflegt.

100 ha schaffen unsere 150 Ziegen kurzzuhalten und den Baumaufwuchs zu verhindern. Hierfür hüten wir die Ziegen frei während ca 280 Tagen im Jahr, Die Hirtin oder der Hirte vorneweg, die Ziegen hinterher, ohne Hunde, ohne Netze.

Toggenburger Ziegen auf die Heide - Capriolenhof